Wolturnus – Der Servicepartner des Turniers

Wolturnus

„Für alle Teilnehmer des Turniers stehen wir in Reparatur- und Wartungsfragen bereit.“

Helge Maday (Geschäftsführer Wolturnus Deutschland) und Brian Roberts (Wolturnus-Servicetechniker & Vertrieb Nord/West) vom offiziellen BBT19-Servicepartner, sprechen im Kurzinterview über verrückte Reparaturen, ihren Qualitätsanspruch und Rollstuhl-Pflegetipps.

Helge und Brian, ihre seid mit Wolturnus Technik- und Servicepartner des Bernd-Best-Turniers. Was umfasst euer Serviceangebot für die Mitwirkenden in Köln?

Helge: Wir werden die Servicewerkstatt besetzen. Für alle Teilnehmer des Turniers stehen wir in Reparatur- und Wartungsfragen bereit. Egal ob Montage- oder Schweißarbeiten. Dazu bringen wir einen Bestand an Ersatzteilen und Material mit, aus dem wir interessierten Teams auch gerne benötigte Teile für „zu Hause“ verkaufen. Wer möchte, kann sich darüber hinaus während des Turniers auch beraten und einen neuen Rollstuhl anmessen lassen – Rugbyrollstuhl, Alltagsrollstuhl, machen wir alles gern. Letztlich haben wir auch einige Vorführer mit dabei. Es kann also auch ausprobiert werden!

Gibt es so etwas wie zwei, drei goldene Wartungs- und Pflegetipps für einen Rugbystuhl, so dass der Nutzer möglichst lange Freude an seinem Gefährt hat? Oder ist das vernachlässigbar?

Brian: Dies ist definitiv nicht zu vernachlässigen (grinst). Die Kontaktstellen prüfen und vor allem die Räder und Kugellager sollten regelmäßig gewartet werden, und wenn nötig, sind diese zu tauschen. Generell  sollten sich die Spieler lieber einmal eine ordentliche Qualität zulegen, anstatt sich jedes Jahr oder alle zwei Jahre etwas komplett Neues zu kaufen.

Was war denn die verrückteste Reparatur, die ihr mal – auch außerhalb des BBT – vornehmen musstet?

Brian: Da gibt es so viele Storys. Ich würde die Folgende aufführen: Ein Spieler kam mit seinem neuen Stuhl zu uns. Die Rückenlehne war während des Fluges verbogen worden. Wir haben versucht, diesen Schaden mit zwei Dingen zu beheben – einem Wagenheber und einer Wand. Damit konnten wir die Lehne zurückbiegen. Dies hat zum Glück geklappt.

Gibt es noch eine Anekdote?

Brian: Oh ja. Bei der Europameisterschaft 2009 in Dänemark, wurden, nach diversen Protesten, ca.  40 Rollstühle repariert. Dies alles fand bei -10 Grad, mitten im Durchzug und ohne wirkliche Pausen statt. Hinzu kam, dass die Nacht im Auto verbracht werden musste, weil das Hotel geschlossen war. Auch in diesem Fall konnten beide Techniker alles im Sinne des Turnierleiters durchführen. Anschließend wurden wir von den Teams ohne Ende mit Bier beschenkt (lacht).

Helge, beschreib doch mal ganz kurz, warum es sich für Rollifahrer auf jeden Fall lohnt, die Firma Wolturnus zu kontaktieren, wenn sie sich für einen neuen Alltags- uns Sportrollstuhl interessieren?

Helge: (grinst) Ganz kurz? Okay, wir haben bis jetzt für jeden Kunden die passende Lösung gefunden. Ultraleicht-Starrrahmen mit 7kg Gewicht „all in“, offener Starrrahmen als „Fully“ mit Dämpfer, Innenfahrer mit Ergo-Sitz und Frontantrieb, Badminton-Rollstuhl mit hochlagernder Beinstütze, Basketballrollstuhl mit Einhandantrieb oder Liege-Handbike mit kinngesteuertem Hilfsmotor – alles schon erfolgreich für unsere Kunden umgesetzt. Und natürlich immer maßgefertigt. Unser Ziel ist, für jeden Nutzer den möglichst perfekten Rollstuhl zu bauen – und davon weichen wir nicht ab.

Vielen Dank ihr beiden für eure Zeit.

Interview: Martin Schenk | Foto: Wolturnus