„Mut zur Mobilität“ – Die PARAVAN GmbH stellt sich vor

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Interview mit Alexander Nerz (Leiter Marketing & PR PARAVAN GmbH) 

Was verbindet Ihrer Meinung nach die Firmenphilosophie von PARAVAN mit den Attributen des Rollstuhlrugbys?

Rollstuhlrugby steht für Kampfgeist, Motivation, Teamplay und Engagement. Stichpunkte die auch gut zu uns bei Paravan passen. Als Familienunternehmen möchten wir Menschen mit Bewegungseinschränkungen mit unseren ganzheitlichen Mobilitätslösungen „Mut zur Mobilität“ machen – Ihr Leben wieder unabhängig und frei von Barrieren zu gestalten: Raus aus den eigenen Vierwänden, das Leben genießen und sein eigenes Ding machen! Denke das passt gut zusammen.

Was war eigentlich der kurioseste oder aufregendste Fahrzeugumbau, den PARAVAN in Ihren Augen bis dato vorgenommen hat?

Vor wenigen Monaten haben wir einen riesigen Caterpillar-Radlader für unseren Kunden Raphael umgerüstet, der nach einem schweren Autounfall im Rollstuhl sitzt. Damit Raphael wieder arbeiten kann, haben wir gemeinsam mit dem Unternehmen und der Berufsgenossenschaft einen Radlager mit modernster drive-by-wire Technik und einem Liftsystem umgerüstet. Alles hautnah auf die Bedürfnisse von Raphael ausgerichtet. Das war schon eine unserer “größten“ Herausforderungen.

Können Sie uns einen kleinen Einblick in das Thema Fahrzeugumbauten geben? Was sind die aktuellen Trends, die auch für die Besucher und Teilnehmer des BBT von Interesse sein könnten?

Die Digitalisierung und die E-Mobilität werden den behindertengerechten Fahrzeugumbau zukünftig stark beeinflussen. Schon heute können wir mit Hilfe von digitalen Fahrhilfen und Zusatzsystemen wie Sprachsteuerungen und Smartphone-Apps viele Menschen mit schwersten Bewegungseinschränkungen wieder Mobil machen. Das war vor wenigen Jahren so noch nicht denkbar. Für uns als Umbauer wird es spannend, wie wir mit den zukünftigen Elektrofahrzeugen zurechtkommen. Erste positive Erfahrungen mit Tesla und Co konnten wir bereits machen.

Autonomes Fahren ist ein Buzzword, das zuletzt die Schlagzeilen bestimmt hat. Wo sehen Sie gerade für mobilitätseingeschränkte Menschen Chancen in diesem Bereich?

Für mich bedeutet das zukünftige autonome Fahren ein Gewinn an Mobilität für Menschen mit Bewegungseinschränkungen. Die Fahrzeuge werden „inklusiv“ – da die Ansteuerung der primären Fahrzeugfunktionen Gas/Bremse/Lenkung zukünftig nicht mehr vom Fahrer, sondern von Assistenz- und Sensorsystemen ausgeführt werden. Das ermöglicht es auch Menschen mit schwersten Behinderungen zukünftig solche Fahrzeuge aktiv für ihre Mobilität zu nutzen, da ihre körperlichen Einschränkungen direkt durch den „Roboter“ ausgeglichen werden.

Wenn wir Sie beim BBT in einem Team mitspielen lassen würden, in welcher Rolle würden Sie sich wohler fühlen: In der des Angreifers oder der des Verteidigers? Und warum?

Denke Angriff ist immer die beste Verteidigung ;-))

Interview: Martin Schenk | Foto: PARAVAN GmbH